Japan

Wie ein Traum: Das Jidai-Matsuri in Japan

Das Jidai-Matsuri („Festival der Zeitalter“) wird jedes Jahr am 22. Oktober in Kyoto / Japan gefeiert. Das Fest gedenkt des Umzugs der kaiserlichen Hauptstadt nach Kyōto im Jahre 794. Es wird seit 1895 gefeiert. Ein Höhepunkt ist eine Prozession von etwa 2.000 Personen durch die Stadt. Die Teilnehmer der Prozession tragen Kostüme der verschiedenen historischen Zeitalter von 794 bis 1868. Kommen Sie mit auf einen Streifzug durch die Geschichte Japans. Ich habe einige Bilder vom Jidai Matsuri für Sie zusammenstellt.

Die Kriegerin

Tomoe Gozen (ca. 1157 bis ca. 1247) war eine der wenigen weiblichen hochrangigen Krieger der japanischen Geschichte. Um 1200 waren viele japanische Frauen im Umgang mit Waffen geübt, um ihr Heim verteidigen zu können oder als Infanteriesoldaten zu dienen. Tomoe Gozen verdiente sich aufgrund ihrer Fähigkeiten im Reiten, Bogenschießen und in der Schwertkunst rasch den Respekt ihrer männlichen Kameraden. Sie galt als eine gefürchtete Kriegerin, die es „mit Tausenden“ und gar „Dämonen oder Göttern“ aufnehmen konnte und ungebändigte Pferde ritt. Sie stieg zu einem führenden Kommandanten auf und kämpfte unter anderem im Genpei-Krieg (1180 bis 1185). Nach ihrer aktiven Zeit als Kriegerin trat sie in ein Kloster ein.

 

Der Loyale

Takigawa Kazumasu († ca. 1586) war einer der treuesten Unterstützer des Feldherrn Oda Nobunaga Er diente nicht nur als Krieger, sondern er wirkte auch beim Bau der Burg Azuchi mit.

 

Die Dichterin mit Ninja-Ausbildung

Ōtagaki Rengetsu (1791 – 1875) war eine buddhistische Nonne, die als eine der wichtigsten japanischen Dichter des 19. Jahrhunderts gilt. Sie war auch eine geschickte Töpferin, Malerin und Kalligraphin. Zudem beherrschte sie einige Kampkünste, da sie aus einer Familie von Ninja-Lehrern stammte. Hier können Sie einige ihrer Gedichte lesen: http://rengetsu.org/poetry_db/?ct=clr

 

Der Soldat im japanischen Mittelalter

Ein Soldat aus der Azuchi-Momoyama-Zeit (1573–1603)

 

Die Jane Austen Japans

Murasaki Shikibu und Sei Shonagon. Murasaki Shikibu (* Ende des 10. Jahrhunderts in Kyōto; † Anfang des 11. Jahrhunderts) war Hofdame am Kaiserhof und Autorin des Romans „Genji Monogatari“ („Geschichten des Prinzen Genji“). Das Genji Monogatari war erste bedeutende Romans der östlichen Welt und gilt als Meisterwerk der klassischen japanischen Literatur und der Weltliteratur. Sei Shōnagon (ca. 966 bis ca.1025) war eine Schriftstellerin und Hofdame am japanischen Kaiserhof während der Heian-Zeit. Sie verfasste „Das Kopfkissenbuch einer Hofdame“.

 

Der Dämon

Shibata Katsuie (* 1522; – 1583) wurde General des japanischen Feldherrn Oda Nobunaga, nachdem er zunächst dessen Feind gewesen war. Sein Spitzname lautete „Dämon“. Der Name ist Programm: Shibata Katsui beging Selbstmord und nahm seine Frau und 30 Angehörige mit in den Tod.

 

Die Tänzerin

Shizuka Gozen war eine Tänzerin und Geliebte des Feldherrn Minamoto no Yoshitsune. Sie lebte im 12. Jahrhundert. Sie rettet ihm das Leben, da sie einen Mordkomplet gegen ihn aufdeckte. Dafür zahlte sie eine hohen Preis: Die Feinde töteten aus Rache ihr Kind.

 

Der Gefolgsmann

Ein Mitglied des Gefolges des Kaisers in der Yoshino-Zeit (14. Jahrhundert)

 

Die Staatskrise

Kazunomiya (1846 –1877) war die jüngste Tochter des Kaisers Ninkō und die Groß-Tante des gegenwärtigen Kaisers Akihito. Eine gegen Kazunomiyas Willen arrangierte Ehe mit Shogun Tokugawa Iemochi wurde zu einem Politikum, das beinahe zur Abdankung des Kaisers Komei, ihrem Bruder, geführt hätte. Die arrangierte Ehe galt dennoch als glücklich.